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Dorfkirche Niewisch

Zur Baugeschichte:

 

Die Kirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau, der an der Ost- und Westseite je einen Zugang (Portal) hat. Der mit einem Satteldach versehene Sakralbau wurde im späten Mittelalter (15. Jahrhundert) errichtet. Im Jahre 1782 wurde die Kirche von einem Blitzschlag getroffen und musste neu aufgebaut werden. Die Wiedereinweihung fand dann im Jahr 1787 statt.

Die Korbbogenfenster an der Süd-, Nord- und Ostseite stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus der Kirche (nach 1782).

 

Die Kirche hat einen quadratischen eingezogenen Westturm mit einer verschieferten barocken Haube. Die Schiefereindreckung wurde Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erneuert. Abgeschlossen wird der Turm durch eine Spitze, die aus einer Kugel – sie wurde im Mai 2001 erneuert – und einer Wetterfahne besteht. Im Turm hängt eine Glocke aus dem Jahr 1887. Sie wurde in Bautzen von Johann Gottlob Gold gegossen.

 

Zur Ausstattung:

Der hölzerne gefasste Kanzelaltar datiert aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Er hat einen polygonen Kanzelkorb. Bekrönt wird der Kanzelaltar von einer vergoldeten (halben) Strahlenglorie.

An seinem Fuße prangen die Worte: „Dein Reich komme“. Dieser Schriftzug wurde Ende 2015 auf Grundlage restauratorischer Nachforschungen wieder aufgebracht.

Der Altar wird von einem kleinen hölzernen Kruzifix geschmückt. Es datiert aus dem Jahre 1787.

Rechts hinter dem Kanzelaltar befindet sich ein Opferkasten. Er ist aus Eiche gearbeitet und mit Eisenbeschlägen versehen. Der Opferkasten entstand im 16. Jahrhundert.

Das hölzerne Lesepult (rechts vom Altar) wurde im Jahre 2000 vom Pieskower Tischler Dietmar Hahn gefertigt.

Die gußeiserne Taufe, die halblinks vor dem Altar steht, ist achtseitig und datiert aus dem 19. Jahrhundert.

Die Kirche hat eine umlaufende Empore, die von Pfosten getragen wird. Die Westempore ist halbrund vorschwingend. Auf der Westempore steht die Orgel. Das Instrument hat ein Manual, Pedal und zehn Register.

Mitte der 90er des vergangenen Jahrhunderts wurde das Kircheninnere neu ausgemalt.

Im Innern hat die Kirche eine gewölbte Bretter-Decke.